Low-Code Development – Was steckt dahinter und was leisten Low-Code Plattformen?

Erstellt von Thomas Rychlik, Vorstand / Leiter Professional Services & Entwicklung, agentbase AG
Thomas Rychlik, Vorstand / Leiter Professional Services & Entwicklung, agentbase AG

Wir beschäftigen uns seit mehr als 20 Jahren mit Rapid Application Development und sind basierend auf dieser Expertise seit dem 01.11.2018 Partner von Outsystems (https://www.agentbase.jetzt), einem der führenden Anbieter von Low-Code Development Plattformen.

Was genau ist Low-Code Development?
Nach Wikipedia handelt es sich bei einer Low-Code-Entwicklungsplattform um "eine Entwicklungsumgebung für Software, die deren Erstellung unter Verwendung visueller Applikationsdesigner und anderer grafischer Modellierungsmethoden ermöglicht, anstatt sie mithilfe klassischer, 'manueller' Programmiertechniken herzustellen." (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Low-Code-Plattform)
 
Kurz gesagt: Primäres Ziel von Low-Code Plattformen ist es, die Zeit von der Idee, über die Planung und Umsetzung bis zum Einsatz in der Praxis deutlich zu verkürzen.

Man muss sich das in etwa wie die Erstellung eines Fertighauses vorstellen. Auch hier gibt es viele standardisierte Module, die individuell zusammengestellt werden können, um daraus in sehr kurzer Zeit ein den eigenen Wünschen und Anforderungen entsprechendes Haus zu bauen. Es gibt die Möglichkeit vom Standard abzuweichen und individuelle Anpassungen vorzunehmen, um das Haus in vorhandenen Infrastrukturen zu integrieren oder auf individuelle Wünsche des Anforderers einzugehen.
 
Eine Low-Code Development Plattform unterstützt den Entwickler bei der Erstellung von Anwendungen und mobilen Applikationen (Apps) dadurch, dass möglichst wenig "programmiert" werden muss. Durch die grafische Modellierung kann der Anforderer aus dem Fachbereich direkt in den Prozess der Erstellung involviert werden und frühes Feedback zur Umsetzung geben. Dem Entwickler wiederum werden viele Routine-Tätigkeiten abgenommen und er kann sich auf die komplexen Details der Umsetzung konzentrieren. So können im Vergleich zur klassischen Programmierung Anwendungen schneller und näher an den tatsächlichen Bedürfnissen des Anforderers erstellt werden.
 
Low-Code ist nicht No-Code
Da es in der Praxis häufig vermischt wird, möchte ich Low-Code Entwicklung deutlich von No-Code Entwicklung abgrenzen. Wie der Name schon sagt, wird bei No-Code Ansätzen nicht programmiert. Auch fokussieren sich diese Systeme auf den Endanwender und nicht den Entwickler. No-Code Umgebungen grenzen sich insofern sehr stark von leistungsfähigen Low-Code Development Plattformen ab, da es hier unter Anderem nicht möglich ist, komplexe Backend-Systeme zu integrieren und individuelle Funktionsbausteine zu erstellen. Auch die Wiederverwendbarkeit von Modulen liegt hier nicht im Fokus. Insofern sind aus meiner Sicht No-Code Umgebungen nicht für die Erstellung von Geschäftsanwendungen und für die Prozessoptimierung geeignet.
 
Zusammenfassend ist nun also festzustellen, dass es sich bei Low-Code Development um professionelle Software-Entwicklung handelt, mit dem Ziel die Zeit von der Idee bis zur Produktivstellung deutlich zu verkürzen.


Möchten Sie mehr zu Ihren Möglichkeiten mit Low-Code Development erfahren? Dann sprechen Sie mich gerne direkt an.